Mariposa - Nicole C. Vosseler {Rezension}

Hallöööööööööööööööchen!
Heute gibt es mal wieder eine neue Rezension von mir, diesmal zu Mariposa von Nicole C. Vosseler.
Vielen dank an den Cbj Verlag für dieses Rezensionsexemplar!










Verlagswebsite: CBJ VERLAG
Seitenzahl: 448
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-570-15536-3
Preis: €18,99 [D], €19,60 [A], CHF 25,90











Jake ist auf die schiefe Bahn geraten und muss seinen Community Service in Mariposa antreten, einem gottverlassenen Ort am Rande des Yosemite-Parks in Kalifornien. Dort trifft er auf Nessa, ein sonderbares Mädchen mit roten Haaren, weißer Haut und dunklen Augen. Sie lebt mit ihrer Familie zurückgezogen im Wald, und obwohl sich Jake über sie lustig macht, bekommt er sie nicht mehr aus dem Kopf. Ganz offensichtlich erwidert sie seine Gefühle, doch ihre Familie und die ganze Kommune, der sie angehört, sind strikt dagegen, dass die beiden sich treffen. Denn Nessa ist tatsächlich nicht ganz von dieser Welt …


An dieses Buch bin ich von Anfang an mit gemischten Gefühlen gegangen. Ich hatte mir eigentlich eine leichte Sommerromanze erwartet, wie man vom Cover her schließen könnte. Eine leichte, schöne und befreiende Liebesgeschichte die Sommerstimmung aufkommen lässt, genau das hatte ich mir unter diesem Buch vorgestellt. Trotzdem waren meine Erwartungen nicht zu hoch, denn ich hatte schon mehrere eher ernüchternde, mittelmäßige Rezensionen zu diesem Buch gelesen. Trotzdem war ich sehr gespannt auf dieses Buch und konnte es eigentlich kaum erwarten, mir eine eigene Meinung zu diesem Buch zu bilden und in Sommerstimmung zu kommen. 
Ich muss ja sagen, dass ich die Geschichte schon alleine wegen ihres Ortes so cool fand. Mariposa, bei Yoesmite. Da war ich schon! Und es macht automatisch mehr Spaß, ein Buch zu lesen, welches an einem Ort spielt, den man schon mal bereist hat. 
Auf das Geheimnis, welches hier um die Schmetterlinge gemacht wurde war ich auch schon sehr gespannt, weil besagtes Geheimnis nicht sonderlich vorhersehbar war, und man so ein wenig von der Geschichte überrascht wurde.
Der Schreibstil der Autorin hat mich ziemlich schnell angesprochen, sie schreibt so detailliert, verträumt, ein Schreibstil der normalerweise unter die Haut geht. Normalerweise.
Nessa hätte die Wirkung eines besonderen, fassettenreichen, interessanten Mädchen auf den Leser haben sollen, hatte sie aber nicht recht, denn mich hat sie eigentlich mehr gelangweilt. Irgendwie wurde der Leser generell nicht an die Protagonisten herangelassen, und hat alles mehr oder weniger von der Seite her beobachtet, obwohl der Leser doch eigentlich mitten im Geschehen sein sollte, oder?
Man hat weder Nessa noch Jake oder sonst wen abgesehen von Oberflächlichkeiten wirklich kennen gelernt, was dazu geführt hat, dass die Geschichte selbst mich kalt gelassen hat, auch wenn sie noch so viel Potenzial hatte. Denn die Geschichte an sich war wirklich schön und einzigartig. Wie Nessa und Jake ihre Zeit verbrachten, ihre Liebe fanden, ihren Weg suchten, einfach nur schön. Aber noch schöner, hätte ich als Leser diese Verbindung zu den Charakteren gehabt, die mich mit in die Story hineingerissen und auch nicht mehr losgelassen hätte, bevor die Geschichte vorbei ist.
Dieses Gewisse Lesegefühl hat mir hier einfach gefehlt. Ich habe nicht diesen Drang gespürt, immer weiter zu lesen, sondern einfach weiter gelesen um dieses Buch zu beenden.
Trotz dem vielen Potenzial das diese Geschichte hatte, hat mich das Buch nicht überzeugt, weil ich einfach nicht zu der Geschichte durchdringen konnte, weil ich wie hinter einer Glaswand stand als die Story sich abspielte. Ich habe alles mitbekommen, aber wie als würde der Ton fehlen.
Und ich kann nur immer und immer wieder beteuern, dass dieses Buch ein absolutes Highlight gewesen sein könnte, hätte diese Gewisse Verbindung zum Leser bestanden, welche hier gefehlt hat, da nicht nah genug auf Emotionen, Vergangenheit, Einzelheiten und Gedanken der Protagonisten eingegangen wurde. Auf den Ort des Geschehens hätte meiner meiner Meinung nach auch genauer eingegangen werden können, denn Mariposa ist eine Stadt, von der viele gerade wegen der Schmetterlinge schon gehört haben, es ist wirklich schön dort. Ich finde, hier hätte eine magisch Atmosphäre geschaffen werden können, die den Leser in den Bann der Story reißt und verzaubert. Schade, dass all dies hier nicht geschehen ist.


Was ich schade finde, ist, dass die Autorin aus dieser Geschichte so viel mehr hätte machen können, denn der wunderschöne Schreibstil und die liebevoll ausgedachte Geschichte sind Beweise dafür, dass die Autorin sehr viel potenzial hat, trotzdem hat mich die Geschichte kalt gelassen. Weil mir diese Verbindung zu den Protagonisten gefehlt hat, die der Leser mehr oder weniger nur oberflächlich kennen gelernt hat. Wenn die Autorin die Charaktere tiefgründiger beschrieben und eine magische Atmosphäre geschaffen hätte, wäre dieses Buch sicher eines meiner Highlights gewesen.

3,5 von 5 Punkten


1 Kommentare:

  1. Hallöchen Sarah,
    ach das ist immer das Schlimmste, wenn man ein Buch liest und es einfach unglaublich viel Potenzial hat und dann das. Das ist meiner Meinung nach noch schlimmer, als wenn einfach das ganze Buch schrottig ist, weil man immer wieder denkt: "Es hätte so gut sein können." D:
    Ich werde wohl nicht zu diesem Buch greifen.

    Liebst, Lotta

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